Geschichte

Bildschirmfoto 2015-12-17 um 15.25.32Im Jahr 1903 wurde nach nur 9 Monaten Bauzeit die Strecke Nebitzschen – Kroptewitz eröffnet. Diese Strecke diente von Anfang an dem Güterverkehr, der vor allem aus der Bedienung der in und um Kemmlitz ansässigen Kaolinwerke bestand. Der Personenverkehr spielte immer eine untergeordnete Rolle, in der längsten Zeit der Strecke fand er nicht einmal statt.
Seit der Einstellung der Strecke Mügeln – Wermsdorf 1972 wurde der Abschnitt zwischen Nebitzschen und Kemmlitz zur Kernstrecke und der Kaolintransport zur wichtigsten Einnahme und letztlich zum Überlebensmotor des gesamten Reststückes des einst mächtigen Mügelner Schmalspurnetzes. Pläne zur Einstellung aber auch zur Umspurung auf Normalspur gab es zu Zeiten der DDR immer wieder, doch letztlich scheiterte es am fehlenden Geld oder der fehlenden alternativen Transportmöglichkeiten.
Mit der Wende 1989 und dem Zusammenschluss von Deutscher Reichsbahn und Deutscher Bundesbahn 1993 war das Ende der Mügelner Schmalspurbahn schon fast besiegelt, doch durch die Initiative vom Berliner Eisenbahnverein „Pro Bahn“ sowie den Gemeinden und dem Landkreis konnte 1994 die erste private sächsische Eisenbahngesellschaft, die Döllnitzbahn GmbH gegründet werden.
Noch bis 2001 betrieb die Döllnitzbahn auf der Strecke Güterverkehr, der vor allem dem Abtransport des in Kemmlitz geförderten Kaolins diente. Doch dieser stetig fallende Güterverkehrsbedarf durch einen immer stärkeren Wechsel auf die Straße, der stückweisen Ausmusterung der auf Rollwagen transportierbaren Regelspurwagen aber auch des fehlenden Willens zur Modernisierung und Weiterführung des Güterverkehrs, brachten diesen letztlich völlig zum erliegen.
Seit der Gründung der Döllnitzbahn hatte sich auch der Förderverein „Wilder Robert“ e.V. in Mügeln etabliert und dieser organisierte die Dampfzugfahrten an den Wochenenden welche bis 2006 und der Eröffnung des Streckenabschnittes Nebitzschen – Glossen immer bis nach Kemmlitz führten.
Leider führte der immer schlechter werdende Zustand des Oberbaus letztlich 2006 zur vorübergehenden Einstellung des Streckenabschnitts Nebitzschen – Kemmlitz.
Versuche des Vereins die Strecke wieder zu reaktivieren und wenigstens erstmal für Wartungszwecke befahrbar zu machen, scheiterten bisher. Einzig der Träger der Brücke über den Kemmlitzbach sowie die Sanierung der Widerlager selbiger Brücke konnten bisher erfolgreich durchgeführt werden.